Landtagswahl: NPD und pro NRW auch in Essen erfolglos

Für die Parteien der extremen Rechten dürften die Ergebnisse der Landtagswahl vom 13.05. eine Enttäuschung gewesen sein. Die rechtspopulistische “Bürgerbewegung pro NRW” konnte im Vergleich zur Landtagswahl vor zwei Jahren nur minimale Zugewinne verbuchen und verpasste mit einem Wahlergebnis von 1,5 % klar den Einzug in das Landesparlament. Die NPD fiel gar von 0,7 % auf 0,5 %.

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Antifa-Kampagne in Wuppertal gestartet

Immer wieder wurde in den letzten Monaten von brutalen Übergriffen durch Angehörige der Wuppertaler Neonaziszene berichtet. Die “Nationalen Sozialisten Wuppertal” und ihr Umfeld gelten als äußerst gewaltbereit und sind gut vernetzt – auch mit Teilen der Essener Naziszene. Antifaschisten aus Wuppertal haben nun die Kampagne “Wider die Wuppertaler Verhältnisse” gestartet, mit der sie über die Umtriebe der rechten Szene aufklären und zu praktischer Gegenwehr aufrufen wollen. Zum Auftakt der Kampagne wurde eine Broschüre über die Wuppertaler Nazistrukturen veröffentlicht und ein Infostand im Stadtteil Vohwinkel aufgebaut, der als Hochburg der rechten Szene gilt.

Weitere Informationen zur Kampagne findet Ihr unter
widerwuppertal.blogsport.de

Essener Polizist bei Salafisten aktiv

Wie verschiedene Medien übereinstimmend berichten, ist ein Polizist aus Essen wegen seiner Aktivitäten in einer salafistischen Gruppierung vorläufig vom Dienst suspendiert worden. der 31-jährige Polizeikommissar soll sogar als Anmelder von öffentlichen Veranstaltungen der ultrarechten islamischen Sekte aufgetreten sein. Zwischenzeitlich war
der Essener offenbar auch für den Verfassungsschutz tätig.

derwesten.de: Polizei enttarnt mutmaßlichen Salafisten in eigenen Reihen

Hausdurchsuchungen bei Essener Neonazi

Wie verschiedene Medien übereinstimmend berichten, hat die Polizei heute bei mehreren nordrhein-westfälischschen Neonazi-Aktivisten aus Düsseldorf, Wuppertal, Radevormwald und Essen Hausdurchsuchungen durchgeführt. Bei dem Betroffenen aus Essen handelt es sich vermutlich um einen Angehörigen der Borbecker Neonazi-Szene. Die Borbecker Neonazis um den 19-jährigen Miguel B. pflegen seit Jahren intensive Kontakte zu der Gruppierung Nationale Sozialisten Wuppertal und sollen in den vergangenen Wochen mehrfach an gewaltsamen Übergriffen beteiligt gewesen sein.

Bericht auf Spiegel Online
Bericht in der Süddeutschen Zeitung
Bericht auf derwesten.de

organize!-Kampagne gestartet

Antifas aus dem Ruhrgebiet haben Anfang April die Kampagne organize! gestartet:

Mit dieser Kampagne wollen wir politisch interessierte  Menschen aus dem Ruhrgebiet dazu anregen, sich verbindlich in antifaschistischen Gruppen zu organisieren. Mit einem breiten Angebot an Texten, Arbeitshilfen und Vorträgen zu verschiedenen praxisrelevanten Themen bieten wir konkrete Unterstützung beim Aufbau solcher Gruppen. Unser Angebot richtet sich darüber hinaus aber auch an Gruppen, die schon länger aktiv sind, ihre Arbeit in bestimmten Bereichen aber verbessern wollen.

Kray: pro NRW kündigt Kundgebung an

Wie das Bündnis Essen stellt sich quer und das Nachrichtenportal derwesten.de heute übereinstimmend berichteten, hat die rechtspopulistische Partei pro NRW für den 28. April eine Kundgebung im Essener Stadtteil Kray angemeldet. Diese richtet sich gegen eine dort ansässige Moschee. Es ist dies der erste größere öffentliche Auftritt der rechtspopulistischen “Bürgerbewegung” in Essen seit zwei Jahren.

Neonazistische Kranzniederlegung am 9. April in Essen

Wie dem Online-Portal NRW Rechtsaußen zu entnehmen ist, lädt die der NPD nahestehende Vereinigung “Die Russlanddeutschen Konservativen” zu einer Kranzniederlegung in Essen.

Der Informationsblog schreibt:
“Stattfinden soll die Veranstaltung [...] in Essen-Horst. Dort, am von den Nationalsozialisten errichteten „Ruhrkämpferehrenmal“, hatten sich die russlanddeutschen Rechtsaußen bereits am Ostermontag 2011 getroffen”
Weitere Infos

Die Neonazis wollen ihre Veranstaltung um 12 Uhr, am 9.4.2012 am “Ehrenmal” abhalten.
Das „Ehrenmal“ in Essen-Horst wurde 1934 von den Nationalsozialisten aus propagandistischen Gründen errichtet und soll an die rechtsradikalen Freikorps errinnern, welche die rote Ruhrarmee 1920 bekämpften und blutige Massaker an sich ergebenden Arbeiterinnen und Arbeitern verübt hatten.